Jahresrückblick Teil 2: Emotionen und Malta
Malta war eine geile Zeit. Die geilsten 3 Wochen meines Lebens. Danke nochmal dafür an Céline, Adria, Martin, Anna, AK, Matze, Manuel, Nona, Florian, Andy, Christian, Luca, Willi und seine Kumpels, Simon, Valentin, Tamara, Flo, Ole, Andria, Sergey, Aley, Lea, Lukas, Sara, Dominik, Sascha, Julian, Matthew und die ganzen anderen, die ich schon wieder vergessen habe :PIch will aber von vorne anfangen. Anfang des Jahres habe ich emotional einen Riesenschub erhalten. Frisch verliebt, kaum Stress mit den Eltern, es konnte nicht besser laufen. Am 25. März kamen dann Jule und ich zusammen. Diese Beziehung hielt leider nur 7 Wochen. Ich war am Boden zerstört, hatte Konzentrationsprobleme sowie ein nur noch eher niedriges Selbstwertgefühl... Dazu kam dann die Meldung, dass mein Opa aus Leipzig Krebs hat... Ich glaube, dass vor allem meine besten Freunde, die Liebe zum laufen und meine eigene Sturköpfigkeit, der unbedingte Wille, nicht aufzugeben, mir geholfen haben. Danke nochmal dafür ;-)
Mich plagten allerdings noch weiter Gewissensbisse, es war richtig schlimm. Also kam es 3 Tage vor meinem Abflug nach Malta nocheinmal zu einer Aussprache mit Jule, bei der ich ihr versprach, dass ich es nach Malta verkraftet hätte. Und dann kam Malta ;-)
Malta, das war Party pur...aber es ging schon vorher los. An meinem letzten Abend (den ich schon allein verbrachte, da meine Eltern bereits im Urlaub waren) kamen Patrick und Meini zum DVD gucken zu mir. Wir haben ein bisschen getrunken, hatten Spaß und alles. War toll. Die beiden sind gegen 22:00 Uhr gegangen, ich habe mich dann an die Aufräumarbeiten gemacht :P War gegen 23 Uhr im Bett, um 4 Stunden später aufzustehen, um mich für Malta fertig zu machen. Einmal auf Malta war dann alles toll. Gastfamilie super, Schule super, Mitbewohner super. Ich vergaß dort alles was vorher war, ich habe dort in gewissen Maße sogar meine Unschuld verloren :P Außerdem habe ich internationalen Fußball gesehen, ich bin jetzt Reiesenfan aller maltesischen Fußballmannschaften^^ Hibernians, go for gold!
Aber vor allem habe ich eins: viele Freunde gefunden! Danke nochmal Leute für die tolle Zeit dort! Ich werde euch nie vergessen (außer ich werde im Rausch nach euch gefragt, da kann es schon passieren, dass ich den ein oder anderen Namen nicht mehr weiß :P)
Naja, und dann kam ich wieder hier her und da begann dann der große BÄNG^^ Wie ich in der Vorschau schon geschrieben habe...die Zeit auf Malta hat mich geprägt. Das hat bestimmten Leuten und vor allem meinen Eltern nicht gepasst. Ich bin viel offener, kontaktfreudiger und vor allem mutiger geworden. Was sich in Ungarn ein Jahr zuvor schon angekündigt hat (@Pat: du weißt noch das Ball-zu-irgendwelchen-Mädchen-werfen-und-das-als-Anmache-nutzen?^^) ist auch auf Malta wieder aufgetreten: Wenn ich in der richtigen Umgebung bin, habe ich auch keine Scheu mal irgendwelche wildfremde Leute anzusprechen^^
Wie gesagt, damit bin ich einigen Menschen in Deutschland dann doch gehörig auf den Schlips getreten. Vor allem die Konflikte mit meinen Eltern häuften sich, öfters mal ging es dabei auch um die Alkoholfrage (wieviel und wann usw.), doch ich glaube, ich weiß jetzt, wieviel und was ich trinken kann (auch wenn diese Aussage von dem Bild nicht sonderlich unterstützt wird :P)
Kurz vor den Herbstferien bekam ich die Nachricht, dass es meinem Opa immer schlechter ging und dass es keine Hoffnung mehr gab...da es bis dahin auch schulisch nicht so toll lief, ging es mir teilweise auch wieder arg übel...
Am 21.10., am Tag des Dresden-Marathons, erfuhr ich nach dem Wettkampf dann vom Tod meines Opas. Ich blies meine Geburtstagsfeier für den folgenden Samstag ab, um ihm die letzte Ehre zu erweisen...das letzte Mal gesehen habe ich ihn zu Ostern...damals habe ich noch "Bis zum nächsten Mal." zu ihm gesagt, jetzt wird dieses nächste Mal erst in einiger Zeit sein...Ich machte mir in der Woche zwischen Tod und Trauerfeier sehr starke Vorwürfe: Ich hätte ihn ja öfter sehen können, mehr besuchen, noch mehr mit ihm unternehmen können und so weiter fort. Doch nach der Trauerfeier habe ich relativ schnell meine Spur wiedergefunden. Als wir zu Weihnachten wieder Oma, Tante, Onkel un meinen 4jährigen Cousin Timo besuchten wollte Robert einmal von Oma wissen, ob Timo das mit dem Tode Opas schon wusste. Als Oma dann erzählte, dass er es wüsste (ob er es auch schon versteht ist eine andere Sache...) und gesagt hätte, dass es "traurig wäre, weil er ja jetzt keinen mehr zum spielen hätte", da kamen mir auch wieder die Tränen... Ich werde meinen Opa immer in Ehre halten und bedanke mich auch hier nochmal bei den Leuten, die mir in dieser Zeit Hoffnung und Auftrieb gegeben haben.
Ganz schlimm stand es um mich, als ich erfuhr, dass Jule einen neuen Freund hat. ich dachte nach Malta die ganze Zeit, ich sei darüber hinweg, doch jetzt merkte ich, dass ich das nicht war. Doch es war gleichzeitig ein Wendepunkt in meinem ganzen Denken. Viele Sachen, die ich umgestellt hatte, kamen in ihrer Ursprungsform [geiles wort :P] wieder zum Vorschein, und ich begann wieder, nach meinen eigenen Richtlinien und Regeln zu leben.
Danach ging es emotional bergab und bergauf...immer wieder. Schulisch läuft es alles andere als perfekt, auch beziehungsmäßig läuft zur Zeit nicht viel :D Aber wer weiß, vielleicht ändert sic das ja noch.
Kurz vor Ende möchte ich noch kurz die 3, nennen wir es "kleine Unfälle" innerhalb der Jugendtruppe erwähnen, die mich allesamt auch einiges an Nerven gekostet haben. Mal ganz davon abgesehen, dass der letzte droht, sich zum GAU zu entwickeln, denn ausgestanden ist der noch nicht... Trainingslager, Schweigewochen und Weihnachtsfeier sind gemeint...die betreffenden Personen wissen, was ich meine und ich gehe jetzt hier auch nicht näher darauf ein. Abes liegt sicherlich nicht nur an mir, das lasse ich mir nicht sagen.
Zum Abschluß gebe ich jetzt noch ein paar Weisheiten, die ich selbst für mich dieses Jahr aufgestellt habe, von mir:
Vergleiche sind der erste Weg zum Ende einer Freundschaft.
Die Schuld liegt nicht immer beim Auslöser.
Man schaue in die Zukunft und nicht in die Vergangenheit...da gibt es nicht viel zum Festhalten.
Bis zum nächsten Teil, dieser wird die Themen Musik und Ziele 2008 beinhalten.


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